Susanne Mäder

parteilos - Kandidatin für den Gemeinderat

Am schönsten sind die Nordic-Walking-Touren am frühen Morgen. «Dann sehe ich, wie der Tag erwacht», schwärmt Susanne Mäder, «und das ist wunderschön». Auf ihren ausgedehnten Touren könne sie sehr gut abschalten, Ereignisse verarbeiten oder Überlegungen anstellen. Überlegungen zum Beispiel dazu, ob sie für den Gemeinderat Schüpfen kandidieren solle oder nicht. Es wäre nicht das erste Engagement, das sie in der Gemeinde übernähme. Susanne Mäder war Mitgründerin und erste Präsidentin des Elternrates, später engagierte sie sich im Vorstand des Landfrauen­vereins und im Kirchgemeinderat. Und nun hat sie sich dafür entschieden, für den Gemeinderat zu kandidieren. «Als neu gewählte Gemeinderätin würde ich mich für jedes Ressort engagieren», sagt sie, obwohl ihr die Bildung berufsbedingt sehr nahestehe. «Ich arbeite in der Verwaltung des Eidgenössischen Hochschulinstituts, verfüge über eine Weiterbildung als Führungsfachfrau und engagiere mich als Berufsbildnerin sehr für unsere Lernenden.» Gerne würde sie sich auch in Schüpfen für eine gute Bildung von Kindern und Jugendlichen einsetzen.

«Ich finde es sehr wichtig, dass man sich in der Gemeinde engagiert», sagt Susanne Mäder. «Und ich weiss aus Erfahrung, dass es sehr schön und bereichernd ist, an einem Ort in der Öffentlichkeit etwas Gutes zu tun.» Natürlich sei das mit Aufwand verbunden. «Aber jemand muss diese Aufgaben übernehmen.» Unter die Räder zu kommen, hoffe sie nicht. «Ich musste zwar 50 werden, um Nein sagen zu können», lacht sie, «aber nun kann ich es». Gleichwohl überlegt sich die Kauffrau, im Fall einer Wahl ihr Arbeitspensum zu reduzieren. Denn auch das stehe fest: «Wenn ich mich für eine Sache entscheide, engagiere ich mich zu 100 Prozent dafür.»
Susanne Mäder kandidiert auf der Liste der SP, möchte selbst aber nicht Mitglied einer Partei sein. Sie sei keine Parteiwählerin, sondern wähle immer die Menschen, deshalb wolle auch sie als Mensch wahrgenommen werden, nicht als Vertreterin einer Partei. Auch mit Blick auf ihr neues Amt sieht sich die engagierte Bundkofnerin als lösungs­orientierte Sachpolitikerin. Das Soziale sei ihr wichtig, betont sie, das Gemeinsame, das Miteinander. Am meisten bringe immer noch ein persönliches Gespräch, weiss sie aus eigener «Lockdown»-Erfahrung: «Mails hin- und herzuschicken und Videokonferenzen durchzuführen, reicht nicht. Manchmal gelangt man ohne eine persönliche Begegnung nicht zu einer Lösung.»

Begegnungen sucht Susanne Mäder auch in ihrer Freizeit. Zusammen mit ihrem Mann begleitet sie die jährlich organisierten Seniorenferien und freut sich über die Wertschätzung und Dankbarkeit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Ebenso geniesst sie die gemeinsame Zeit mit der Familie, mit Freundinnen und Freunden oder einfach ihr Zuhause auf dem Tannli. «Ich bin ein sehr geselliger Mensch», sagt sie, «und habe die Begegnungen mit Menschen während des ‹Lockdowns› sehr vermisst.» Immerhin blieb ihr in diesen Monaten viel Zeit, sich an ihren Ziegen zu erfreuen oder über die Wiesen zu walken. Und mit Blick auf die Gemeinderatswahlen einen guten Entscheid zu fällen.
 

Gemeinderatswahlen 2020