Marco Prack

SP Schüpfen - Gemeinderat seit 2013

«Ideen sammeln. Anpacken.» Drei Worte beschreiben kurz und klar, was in der Kommission für Jugend, Kultur und Soziales gefragt ist. Marco Prack, Gemeinderat seit 2013, packt noch immer mit Lust an und vermag seine Kommissionsmitglieder zu begeistern. «Die Leute in meiner Kommission ziehen mit, das macht Spass.» Das sei auch an den Anlässen spürbar. «Da helfen immer alle gerne mit.»

Nach dem Studium an der Hotelfachschule Lausanne arbeitete der passionierte Hobbyfussballer 18 Jahre im Spitalwesen, zuerst im Universitätsspital Basel, danach im Inselspital Bern, wo er die Patientengastronomie aufbaute. Nach einer kurzen Zeit als Pendler machten sich Marco Prack und seine Frau auf, ein neues Zuhause im Kanton Bern zu finden. «Von Thun bis Biel prüften wir sicher 20 Gemeinden», erzählt er, «und es gefiel uns nirgends so gut wie in Schüpfen».  Warum das so war? Die Antwort vermag des Ur-Schüpfeners Seele zu berühren: «Schüpfen ist landschaftlich sehr schön gelegen. Man sieht die Berge, geniesst aber diese fantastische Weite. Die Lebensqualität hier ist sehr hoch, und die Mentalität der Leute hat mich immer fasziniert. Wir wurden von Anfang an sehr herzlich aufgenommen. Das haben wir sehr geschätzt.»

Nach 18 Jahren im Spitalwesen wagte Marco Prack den Sprung aus dem vertrauten beruflichen Umfeld und bewarb sich als Geschäftsführer des Fussballverbandes Bern/Jura. Er erhielt die Stelle, und so wurde für ihn das Hobby zum Beruf, zumindest thematisch. Im neuen Berufsalltag kamen Marco Prack seine beeindruckenden sprachlichen Fähigkeiten zupass: Er spricht sechs Sprachen, drei davon seit seiner Kindheit. In Angola aufgewachsen, hatte er einen französischen Kindergarten besucht, danach die portugiesische Schule. Zuhause wurde Deutsch und Französisch gesprochen. 

In der schönsten Gemeinde zwischen Thun und Biel wurden Marco Prack und seine Frau nicht nur sehr herzlich empfangen, der junge Vater zweier Söhne begann sich auch bald zu revanchieren. Er engagierte sich als Fussballtrainer, wurde bald in die Schulkommission gewählt und erlebte dort im Zusammenhang mit der Zentralisierung der verschiedenen Schulkommissionen «eine sehr intensive und hoch interessante Zeit». Eine ebensolche Phase folgte später im Gemeinderat, als die Ressorts neu definiert wurden und Marco Prack zusätzlich das Ressort Soziales übernahm. Bis heute erlebe er die Zusammenarbeit im Gremium «als sehr konstruktiv», betont er. 

Als «Kulturminister» setzt sich Marco Prack für Schüpfen als Ort von und für Begegnungen ein. Begeistert erzählt er von den Filmabenden, an denen das Dorf oder die Geschichten von Menschen aus Schüpfen im Fokus stehen, und mit Überzeugung spricht er davon, wie wichtig es sei, die Begegnungen über Parteigrenzen hinweg zu suchen. «Wir müssen miteinander das Beste versuchen», sagt er, und dabei stehe die Partei nicht im Vordergrund. «Es sind Menschen, die die Funktion als Gemeinderätinnen und Gemeinderäte ausüben. Sie müssen etwas erreichen können – miteinander.»
 

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