Josiane Messerli

SP Schüpfen - Gemeinderätin Ressort Bildung seit 2020, Kandidatin für das Gemeindepräsidium

Sie liebt Herausforderungen und Überraschungen, sie lebt das Miteinander, ohne die Konfrontation zu scheuen, und sie  hat offensichtlich keine Mühe mit Gegensätzen. Josiane Mes­serli ist in die Fussstapfen ihres Grossvaters getreten und Mitglied der SP geworden. Ihr Mann gehört weiterhin der SVP an. Sie beide, lacht Josiane Messerli, hätten kein Problem damit. Und in einer Gemeindebehörde spiele die Parteizugehörigkeit ohnehin eine untergeordnete Rolle. «Hier geht es darum, miteinander Lösungen zu finden.»

Wertschätzung, Akzeptanz und Toleranz – diese drei Worte prägen Josiane Messerlis Engagement, ihren Umgang mit Erwachsenen wie mit Kindern. «Früher habe ich immer geglaubt, die Politik sei ein zu grosses und komplexes Gebilde für mich. Heute denke ich, dass meine Arbeitsweise als Kinesiologin auch in der Politik funktionieren müsste: Ich werte nicht, sondern höre meinen Klientinnen und Klienten zu und zeige ihnen dann auf, welche Möglichkeiten bestehen.» 

Menschen zuzuhören, sie ernst zu nehmen und ihnen wertschätzend zu begegnen – Josiane Messerli tut das nicht nur als Kinesiologin, sondern ebenso als Geschäftsfrau, sie tat es als Leiterin der Sonntagsschule, als Mitglied des Kirchgemeinderats, als Mitglied der Jugend-, Kultur- und Sozialkommission, und sie tut das auch als Gemeinderätin und Vorsteherin des Ressorts Bildung. In all diesen Ämtern – von der Sonntagsschule bis zur Gemeinderätin – blieb die Mutter zweier erwachsener Söhne dem Schwerpunkt Kinder und Jugendliche treu. «Ich liebe Kinder und Jugendliche über alles», erklärt sie. «Sie sind unsere Zukunft. Und sie haben super Ideen.»

Super Ideen sollten die Kinder und Jugendlichen nach Josiane Messerlis Vorstellung auch in die Politik einbringen können. «Es wäre schön, wenn wir Kinder und Jugendliche die Politik direkt erleben lassen könnten.» Ein Kinder- und Jugendparlament wäre für sie vorstellbar. «Es ist wichtig, die Kinder möglichst früh abzuholen.»

An Schüpfen schätzt die engagierte Politikerin die Menschlichkeit. Durch die ideale geografische Lage sei die Gemeinde gewachsen, aber ein Dorf geblieben. Die Leute in Schüpfen wollten Bestehendes bewahren und gleichwohl offen sein für Neues, sagt Josiane Messerli, und genauso halte es auch sie. 

Josiane Messerli weiss um die hohen Erwartungen, die an sie als kandidierende Gemeindepräsidentin gestellt werden. «Und ich weiss auch, dass ich diese Erwartungen nicht alle werde erfüllen können», sagt sie. «Aber ich kann dazu stehen, etwas nicht zu können.» Zentral sei es auch hier, den Menschen zu begegnen, ihnen gut zuzuhören. «Das gemeinsame Diskutieren, das Ausdiskutieren, ist enorm wichtig. Wir sollten uns stets verinnerlichen, was unser Gegenüber will, und dann eine Lösung finden, die für beide Seiten stimmt.» Oder auch einmal Nein sagen. «Wir müssen den Mut aufbringen, hinzustehen und klar und deutlich den eigenen Standpunkt zu vertreten.»  
 

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